Montag, 21. November 2016

Der Kleiber

Systematik:

Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Kleiber (Sittidae)
Gattung: Sitta
Wissenschaftlicher Name: Sitta europaea

Warum heißt dieser Vogel „Kleiber“ ?

Der Name rührt daher, dass der Kleiber den Eingang von Bruthöhlen anderer Vögel, wie zum Beispiel die von Spechten, mit Lehm verklebt, um sie selbst zu nutzen.

Kleiber bauen den Eingang vom Nest gerade so groß, dass sie durchpassen, um die Höhle vor dem Zugriff von Mardern oder Krähen zu schützen


Wie sieht der Kleiber aus ?

Der Kleiber ist etwa dreizehn bis fünfzehn Zentimeter groß, der Körper ist gedrungen mit kurzem Hals und sehr kurzem Schwanz. Der Schnabel ist sehr kräftig. Die Oberseite ist blaugrau und die Unterseite ockerfarbig bis rostrot gefärbt. Über die Augen führt ein dunkler Streifen.

Der Kleiber ist ein Standvogel. Kleiber sind Turner und Kletterer an Stämmen und Zweigen, und sie sind die einzigen Vögel, die kopfüber einen Baumstamm herunterlaufen können. Dadurch kommt er leichter an Beute heran, die sich in der nach oben abstehenden Rinde verbirgt, wie Insekten und Raupen.

Verbreitungsgebiet:

Kleiber kommen in Europa, Nordwest-Afrika und Südasien in mehreren Variationen vor, wobei sie größere Bäume in Laubmischwäldern, Parks und Gärten bewohnen. In Deutschland sind ungefähr acht Prozent des globalen Bestandes beheimat.

Fortpflanzung:

Februar vernimmt man den lauten, langgezogenen, Flötenton der Männchen. Kleiber legen Bruthöhlen mit Rindenstückchen, Haaren, Gras und Federn aus. Sie legen sechs bis acht milchig weiße Eier mit rostroten Flecken.

Verläßt der Vogel seine Nisthöhle auch nur für kurze Zeit, deckt er die Eier mit Blättern zu.

Die Brute dauert im Schnitt zwischen 14 und 15 Tagen, die Jungvögel bleiben nach dem Schlüpfen noch 22 bis 25 Tage im Nest. Beim Ausfliegen sind die jungen Kleiber schon sichere Flieger.

Von Januar bis ins Frühjahr grenzen die Männchen ihr Revier mit ihrem Ruf, einem ausdauernden wi-wi-wi, ab.

Nahrung:
Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Insekten, Insekteneiern und -larven. Im Herbst kommen Samen, Beeren und Nüsse dazu.

Größere Beutetiere klemmt der Kleiber in eine Rindenspalte, hängt sich kopfunter darüber und meißelt mit dem kräftigen Schnabel mundgerechte Bissen ab. Interessant ist, dass der Kleiber Futtervorräte anlegt.

Altersrekord:

9 Jahre (Nachweis durch Ringfunde)

Eure freiwilligen Aufgaben:
  1. Wie sieht der Kleiber aus ? Sucht ein schönes Bild im Internet und klebt dieses in Euren Ordner.
  2. Der Kleiber war auch schon einmal "Vogel des Jahres". WANN war das ?
Viel Spass !